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Neuigkeiten aus der Bergischen Industrie- und Handelskammer Wuppertal, Solingen, Remscheid
Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe beginnt an der Wuppertaler Nordbahntrasse die Nachnutzungsphase des Living Lab NRW. Mehrere von der Bergischen Universität Wuppertal erforschte Gebäude wurden an neue Eigentümer übergeben und erhalten nun konkrete regionale Perspektiven im Bergischen Land. Über drei Jahre nutzte die Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen das Areal als Reallabor für klimaneutrales und nachhaltiges Bauen. Acht von Studierenden internationaler Hochschulen entworfene und realisierte Gebäude dienten als Forschungs-, Demonstrations- und Vermittlungsorte.
Fünf Bauten bleiben in der Region. Das Haus Local+ behält seinen Standort an der Nordbahntrasse und wird vom Begegnungszentrum Alte Feuerwache Wuppertal für gemeinwohlorientierte Quartiersarbeit genutzt, mit Angeboten für Kinder und Familien. Die Häuser Lungs of the City und Firstlife gehen an die Buga 2031 gGmbH und werden als öffentliche Anlaufstellen weiterentwickelt, eines davon künftig in Wuppertal-Vohwinkel. Das Haus Mimo wird im Müngstener Brückenpark zu einer touristischen Anlaufstelle für den Brückensteig und das Bergische Städtedreieck. Der Infopavillon Urban Hub wird von den Wirtschaftsbetrieben Duisburg für die Internationale Gartenausstellung 2027 übernommen. Das Haus X4S (Hochschule Biberach) kehrt nach Biberach zurück. Das Projekt Living Lab NRW wird im laufenden Jahr abgeschlossen.
Mit großer Trauer nimmt die Stadt Remscheid Abschied von ihrem früheren Oberbürgermeister und Ehrenbürger Fred Schulz (1956 – 2026). Mit seinem Tod verliere die Stadt eine herausragende Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise um das Wohl der Bürgerinnen und Bürger verdient gemacht habe, teilte die Stadt mit.
Fred Schulz war von 1999 bis 2004 Oberbürgermeister der Stadt Remscheid. In dieser Zeit prägte er mit politischer Weitsicht, klarer Haltung und großem Engagement die Entwicklung der Stadt nachhaltig. Er habe Verantwortung übernommen und sich mit Nachdruck für Recht, Sicherheit und Ordnung eingesetzt, zugleich aber stets ein lebenswertes, bürgernahes und zukunftsfähiges Remscheid im Blick gehabt. Sein Handeln sei konsequent vom Gemeinwohlgedanken getragen gewesen.
In seine Amtszeit fielen wichtige Entscheidungen für die Stadtentwicklung. Dazu zählten die Umsetzung der Regionale 2006 mit der Neugestaltung des Remscheider Hauptbahnhofs sowie die Schaffung des Brückenparks Müngsten. Auch die wirtschaftliche Entwicklung Remscheids lag Fred Schulz am Herzen. Er setzte sich für die Ausweisung zusätzlicher Gewerbeflächen ein, unter anderem im Bereich des Lenneper Bahnhofs, um die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit der Stadt zu stärken.
Ein Jahr nach dem sogenannten Liberation Day bleibt für die Wirtschaft in NRW vor allem eines: Unsicherheit. „Nicht einzelne Zollsätze sind heute das Hauptproblem, sondern die fehlende Verlässlichkeit der US-Handelspolitik. Wechselnde Ankündigungen, Vorgaben und Verfahren sorgen für mehr Aufwand, höhere Kosten und erschweren Investitionsentscheidungen der Unternehmen“, sagt Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer der IHK NRW.
Dabei bleiben die USA ein zentraler Markt für die nordrhein-westfälische Wirtschaft. 2025 exportierte NRW Waren im Wert von 15,5 Milliarden Euro in die USA; damit sind die Vereinigten Staaten der wichtigste außereuropäische Absatzmarkt des Landes.
Wie stark die Unternehmen inzwischen unter der US-Handelspolitik leiden, zeigt eine aktuelle IHK-Umfrage in NRW: Knapp 85 Prozent der Unternehmen berichten von negativen Auswirkungen auf ihr Auslandsgeschäft. Besonders belastend sind wechselnde Rahmenbedingungen sowie der zusätzliche Aufwand durch Zollverfahren und Bürokratie.
Fast jedes zweite Unternehmen mit US-Geschäft verschiebt Investitionen oder reduziert sie. Drei Viertel geben die Kosten der US-Zölle ganz oder teilweise weiter. Zwar tragen damit Verbraucher in den USA die Kosten der Zollpolitik ihrer eigenen Regierung, zugleich verschlechtert sich jedoch die Wettbewerbsposition der NRW-Unternehmen auf dem US-Markt. 13 Prozent der Unternehmen schränken ihr Exportgeschäft in die USA ein oder geben es teilweise auf.
Diese Entwicklung spiegelt sich im Stimmungsbild der NRW-Wirtschaft zum US-Geschäft wider. Geschäftslage und Geschäftsperspektiven haben sich weiter verschlechtert und liegen bei minus 23 beziehungsweise minus 26 Saldopunkten.
Entscheidend bleibt nun, den EU-Binnenmarkt zu stärken und Unternehmen nicht zusätzlich durch vermeidbare Regulierung zu belasten. „Positiv zu vermerken ist, dass das Europäische Parlament Ende März einen weiteren Schritt zur Umsetzung der zollrechtlichen Aspekte des EU-US-Handelsabkommens angestoßen hat“, so der Hauptgeschäftsführer der IHK NRW.
„Der Jahrestag des Liberation Day ist damit weniger Anlass für Rückschau als ein Hinweis darauf, worauf es jetzt ankommt: mehr Berechenbarkeit im Handel, geringere Belastungen für Unternehmen und mehr Diversifizierung. Denn wenn Handelspolitik dauerhaft zum Unsicherheitsfaktor wird, betrifft das nicht nur einzelne Exporteure, sondern ganze Liefer- und Wertschöpfungsketten in Nordrhein-Westfalen“, betont Dr. Mittelstädt abschließend.
Nachhaltigkeit beginnt oft vor der Haustür – in Remscheid umso mehr, wo die Stahlindustrie ebenso zu Hause ist wie die Energieversorgung. Der Remscheider Thinktank Future Cleantech Architects nimmt sich dieser Themen wie dem Bausektor an bei der vierten Ausgabe des Future Cleantech Festival in Remscheid vom 16. bis 18. Juni.
Entscheidungsträger aus Europaparlament und von der EU-Kommission sowie den Vereinten Nationen, Bundestagsabgeordnete und Ministeriumsmitarbeiter werden dabei Dirostahl, KNDS und die EWR besuchen, um sich vor Ort die Herausforderungen dieser Betriebe bei der Klimaneutralität zeigen zu lassen. Unternehmen wie Steinhaus, Heaten oder Schulten werden ebenfalls wieder beteiligt sein. Gerade bei der Stahlverarbeitung ist die Frage des Energieträgers sehr relevant. „Es gibt bei Industrieprozessen viele Herausforderungen, gerade bei der Hochtemperatur, im nachhaltigen Bau oder der Neuaufstellung des Energiesystems“, erklärt Dr. Peter Schniering, Geschäftsführer der FCA. Seine Fachleute arbeiten mit den Industrievertretern an der Dekarbonisierung der Prozesse – um die Wettbewerbsfähigkeit angesichts des Ziels der Klimaneutralität zu sichern. Sie zeigen erste Prototypen in den Betrieben. Darüber hinaus gibt es offene Programmpunkte auf dem Remscheider Marktplatz.
An der Bergischen Universität Wuppertal konnte zum Semesterstart 2025/26 die Ausstattung eines Rechnerraums für die Ausbildung im Bereich CAD und CAE kurzfristig gesichert werden. Hintergrund war eine Finanzierungslücke, die eine planmäßige Modernisierung zunächst gefährdete. Durch ein gemeinsames Engagement von Hochschule, regionaler Wirtschaft und Netzwerkpartnern konnte dennoch eine tragfähige Lösung umgesetzt werden.
Ausgangspunkt war die Entscheidung, die bisherige Infrastruktur zu ersetzen. Die zuvor genutzten Thin-Client-Systeme mit zentralem Hosting erwiesen sich im laufenden Betrieb als kostenintensiv. Eine Umstellung auf leistungsfähige Einzelrechner stellte sich wirtschaftlich als sinnvollere Alternative dar, da sich die Investition bereits nach vergleichsweise kurzer Zeit amortisiert und langfristig geringere Betriebskosten verursacht. Die Umsetzung erfolgte in einem ungewöhnlich kurzen Zeitraum. Innerhalb weniger Wochen wurden Finanzierung, Beschaffung und Installation der Systeme realisiert.
Neben Eigenmitteln aus der Universität und dem Fachgebiet beteiligte sich das Maschinenbau Netzwerk Bergisch Land maßgeblich an der Finanzierung. Die Berger Gruppe unterstützte zudem durch die Organisation der Beschaffung und konnte besonders günstige Konditionen erzielen. Das Projekt ist zugleich ein Beispiel für eine pragmatische und lösungsorientierte Zusammenarbeit. Trotz bestehender struktureller und finanzieller Rahmenbedingungen gelang es, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und administrative Abläufe effizient zu gestalten. Dadurch konnte der Lehrbetrieb ohne Verzögerung aufgenommen werden. Mit der neuen Ausstattung stehen den Studierenden nun moderne Arbeitsplätze zur Verfügung, die den aktuellen Anforderungen in der ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung entsprechen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Ausbildungsqualität sowie zur Stärkung des Fachkräftenachwuchses im Maschinenbau geleistet.
Die Wuppertaler Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft HLB Treumerkur hat ihre Spitzenposition in der Branche bestätigt: Sie wurde vom Manager Magazin als „Deutschlands beste Wirtschaftsprüfer 2026/2027“ ausgezeichnet. Im diesjährigen Ranking des Magazins konnte die Kanzlei ihre Gesamtnote von „sehr gut“ auf „exzellent“ steigern.
In allen evaluierten Kategorien erzielt die seit 1932 bestehende HLB Treumerkur überdurchschnittliche Beurteilungen, besonders schätzen die Mandanten die Leistungen im Bereich betriebswirtschaftlicher Beratung. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung, da sie die Wertschätzung unserer Mandanten widerspiegelt“, so Marcel Oberberg, Partner bei HLB Treumerkur. „Sie bestätigt unseren Anspruch, Qualität, Verlässlichkeit und partnerschaftliche Zusammenarbeit jeden Tag aufs Neue zu leben.“ Das Ranking des Manager Magazins genieße in der Branche ein hohes Ansehen, so die HLB Treumerkur, da es durch unabhängige Studien und umfangreiche Befragungen von Mandanten ermittelt wird. Es bewertet unter anderem Fachkompetenz, Servicequalität und die Zufriedenheit der Mandanten. Nur wer von den 500 erreichbaren Punkten mindestens 350 („sehr gut“) oder 450 („exzellent“) erreicht, erhält die Auszeichnung.
Das Museum Plagiarius ist eines der Aushängeschilder der Solinger Kultur- und Industrielandschaft. Das Museum zeigt in seiner einzigartigen Ausstellung mehr als 350 Plagiarius-Preisträger, jeweils Originalprodukt und dreistes Plagiat, im direkten Vergleich. In Führungen werden Fakten und Hintergründe zu Produkt- und Markenpiraterie vermittelt, mit Klischees aufgeräumt und Besucherinnen und Besucher zum Nach- und Umdenken angeregt.
Eine Fördermitgliedschaft beim Museum Plagiarius e. V. bedeutet, dass Mitglieder das Museum finanziell und ideell unterstützen, ohne zwingend aktiv im Vereinsbetrieb mitarbeiten zu müssen. Vorstandsvorsitzender Karl-Peter Born bittet freundlich um Unterstützung des Vereins. Der Mitgliedsbeitrag liegt bei 60 Euro pro Jahr.
Die Fraunhofer‑Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien IEG und die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) setzen ihre Zusammenarbeit zur Erkundung tiefer Geothermie in Wuppertal fort. Ziel ist eine Machbarkeitsstudie, die klären soll, ob Wärme aus mehreren tausend Metern Tiefe künftig zur klimafreundlichen städtischen Wärmeversorgung genutzt werden kann.
Im Rahmen der Studie werden geologische Daten aus dem tiefen Untergrund ausgewertet und modelliert. Untersucht wird insbesondere das Potenzial sogenannter hydrothermaler Wärmequellen. Die Arbeiten bauen auf einer Potenzialanalyse aus dem Jahr 2023 auf und sollen eine Entscheidungsgrundlage für mögliche weitere Schritte schaffen. Dazu zählen Erkundungsbohrungen und gegebenenfalls seismische Untersuchungen. Im Fokus stehen wasserführende Gesteinsschichten, in Wuppertal vor allem Massenkalke aus dem Devon. Diese liegen im Norden der Stadt in großer Tiefe und könnten ausreichend hohe Temperaturen für die Erdwärmenutzung aufweisen. Voraussetzung ist zugleich eine ausreichende Durchlässigkeit der Gesteine, um die notwendige Zirkulation zu ermöglichen. „Viele technische und wirtschaftliche Fragen sind noch offen. Die Machbarkeitsstudie ist für uns eine wichtige Entscheidungsgrundlage“, sagt Dominik Pröpper, Leiter Erzeugung Strom und Fernwärme der WSW.
Die Untersuchungen profitieren von landesweiten Vorarbeiten im Rahmen des „Masterplans Geothermie NRW“. Seismische Messungen des Geologischen Dienstes Nordrhein‑Westfalen entlang des Westfälischen Hellwegs und im östlichen Ruhrgebiet, die auch den nördlichen Rand Wuppertals einbeziehen, liefern dafür wichtige Datensätze. Diese fließen in regionale geologische Modelle ein und stehen nach Auswertung öffentlich zur Verfügung.
Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sollen Ende 2026 vorliegen. Die WSW verfügen seit Ende 2024 über die bergrechtliche Erlaubnis zur Aufsuchung des Bodenschatzes Erdwärme. Die Studie wird vom Land Nordrhein‑Westfalen gefördert.
Engagierte Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter sowie ihre Ausbildungsbetriebe sind im Berufsbildungszentrum der Remscheider Metall- und Elektroindustrie (BZI) geehrt worden. Im Mittelpunkt stand der Einsatz junger Auszubildender, die Schulen in der Region besuchen und dort aus erster Hand über ihre Ausbildungsberufe informieren. Seit Beginn des vergangenen Jahres wurden 19 Schuleinsätze umgesetzt und mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler erreicht. Das Projekt ist Teil der landesweiten Initiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA), die in NRW ein System der Berufsorientierung etabliert hat. Ziel ist es, Jugendlichen frühzeitig praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Gefördert wird das Projekt von der Landesregierung NRW und dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. „Gerade die Begegnung auf Augenhöhe macht den besonderen Wert dieses Projekts aus“, betonte Carmen Bartl-Zorn, Geschäftsführerin Aus- und Weiterbildung bei der Bergischen IHK. Die Ausbildungsbetriebe leisten einen wichtigen Beitrag, indem sie ihre Auszubildenden für Schuleinsätze freistellen und sich aktiv in der Nachwuchsförderung engagieren. Auch gab es Raum für Austausch zu lebenslangem Lernen und Weiterbildung. Dazu diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der IHK und des BZI die Bedeutung von Qualifizierung für individuelle Berufswege und die Fachkräftesicherung.
In besonderem Rahmen ist die Vollversammlung (VV) der Bergischen Industrie- und Handelskammer zu ihrer 219. Sitzung zusammengekommen. Tagungsort war die Johannes-Rau-Bibliothek der Bergischen Universität Wuppertal– ein Ort, der für Bildung, gesellschaftliche Verantwortung und den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik steht. Der frühere Bundespräsident Johannes Rau habe mit dem Begriff der Zuversicht eine Haltung geprägt, die angesichts aktueller wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen hochaktuell sei, betonte Prof. Birgitta Wolff, Rektorin der Bergischen Universität. Fortschritte etwa im Umwelt- und Klimaschutz zeigten, dass große Aufgaben durch gemeinsames Handeln lösbar seien.Wolff stellte die strategische Ausrichtung der Universität vor, Christina Semke, Leiterin Uni-Service Third Mission, referierte zur Zusammenarbeit von Univesität und Wirtschaft.
Henner Pasch berichtete von der DIHK-Vollversammlung aus Berlin, wo er das Regionalradar vorgestellt hatte, außerdem ging es um regionale Themen wie die Olympia-Bewerbung der Region Köln Rhein-Ruhr. Einigkeit bestand darin, dass der Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Region bleibt.
Bei vielen Gelegenheiten hatten sie sich zwar schon getroffen und intensiv ausgetauscht, aber Anfang April kam Remscheids Oberbürgermeister Sven Wolf dann auch ganz offiziell zum Antrittsbesuch in die Bergische IHK.
Begrüßt von Präsident Henner Pasch und Hauptgeschäftsführer Michael Wenge stand daher dann auch weniger das gegenseitige Kennenlernen, sondern eher der fachliche Austausch im Mittelpunkt des Gesprächs, bei dem sich intensiv über die wirtschaftliche Lage insbesondere in Remscheid ausgetauscht wurde. Aber auch Themen wie Bildung, Gewerbeflächen und natürlich die aktuellen Entwicklungen rund um das geplante Outlet-Center wurden gemeinsam diskutiert.
Der Austausch machte dabei auch nicht an Remscheids Stadtgrenzen Halt, die Buga, Schloss Burg und auch die Olympia-Bewerbung wurden in dem kooperativen Gespräch thematisiert.
Der Einzelhandelsausschuss der Bergischen IHK hat in den City-Arkaden der ECE-Gruppe getagt. IHK-Vizepräsidentin und Centermanagerin Katrin Becker hat die Mitglieder eingeladen, das Elberfelder Shopping-Center kennenzulernen. Darüber hinaus hat Sebastian Linke, Projektkoordinator der Stadt Remscheid für das Outlet-Center, über den Stand des Projektes in Remscheid-Lennep berichtet.
Linke ordnete die Outletplanungen in den Fortschreibungsentwurf des Remscheider Einzelhandelskonzeptes ein, der aktuell zur Beteiligung ausliegt. Er erklärte die geänderten Planungen zu den beiden Bauabschnitten des Outlets. Denn der erste Bauabschnitt ist nun direkt an der Lenneper Altstadt vorgesehen – was übrigens eine wichtige Forderung der IHK war. Außerdem informierte Linke über die weiterhin ausstehenden Gutachten, die im Rahmen des Outlets erstellt werden.
Bärbel Beck, IHK-Vizepräsidentin und Geschäftsführerin des Modehauses Johann, wies in diesem Zusammenhang mit Blick auf die Verkehrs- und Parksituation in Remscheid-Lennep auf die Bedeutung der verkehrlichen Auswirkungsanalyse hin.
Dr. Daria Stottrop, IHK-Geschäftsbereichsleiterin, berichtete über die im Februar veranstaltete Bergische Innenstadtkonferenz und die dort entwickelten Projektideen: „Aktuell treffen wir uns mit interessierten Innenstadt-Akteuren zu den Projekten, um gemeinsam zu überlegen, wie sich die Ideen im Bergischen umsetzen und von einer Stadt auf andere Standorte übertragen lassen. Wir sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam Impulse für unsere bergischen Innenstädte geben können.“ IHK-Referent Sebastian Holthus stellte zudem eine Toolbox für Aktionen der Imagekampagne „Heimat shoppen“ vor, mit der die Unternehmen in den bergischen Zentren über ihre Aktivitäten, Leistungen und Veranstaltungen kommunizieren können.
Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wirtschaftsjunioren NRW kamen im Solinger Lichtturm zu einem besonderen Dialogformat zusammen: Im Austausch mit Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW, standen aktuelle Herausforderungen der jungen Wirtschaft im Mittelpunkt. Im kleinen Rahmen und ohne klassisches Podium diskutierten die Teilnehmenden mit Neubaur sowie Landesvorsitzendem Philipp Frahmke über Wettbewerbsfähigkeit, Planungssicherheit, Fachkräftemangel und Entbürokratisierung. Besonders praxisnah brachte sich Caroline Hehl, Kreisvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Solingen, ein. Als Unternehmensnachfolgerin machte sie deutlich, wie entscheidend verlässliche Rahmenbedingungen für unternehmerische Entscheidungen sind. Einen Rückblick sowie eine Bildergalerie gibt es auf der Website der Wirtschaftsjunioren NRW.
Die Auszubildenden der KNIPEX-Werk C. Gustav Putsch KG sind bei der Abschlussveranstaltung der diesjährigen Energie-Scouts-Runde als Gewinner ausgezeichnet worden. Die Teams der Bayer AG und der WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH haben ebenfalls an der Finalrunde teilgenommen.
Das Gewinnerteam entwickelte eine interne Nachhaltigkeitskampagne, die gezielt das Bewusstsein der Beschäftigten für energie- und ressourcenbewusstes Handeln im Arbeitsalltag stärken soll.
„Nachhaltigkeit beginnt im Kopf. Die Energie-Scouts zeigen eindrucksvoll, wie wichtig es ist, Bewusstsein zu schaffen und Mitarbeitende für nachhaltiges Handeln zu sensibilisieren“, betonte Ronja Plantenga, Referentin für Nachhaltiges Wirtschaften und Energie bei der Bergischen IHK, bei der Urkundenübergabe bei der Firma Knipex. „Die Auszubildenden übernehmen Verantwortung und stoßen mit ihren Projekten Veränderungen an, die die Ressourceneffizienz steigern und die Unternehmenskultur positiv prägen.“
Das bundesweite Programm Energie-Scouts ist eine Qualifizierungsmaßnahme der IHK-Organisation für Auszubildende. In mehreren Workshops erwerben die Teilnehmenden fundiertes Wissen zu Energie- und Ressourceneffizienz, nachhaltigem Wirtschaften, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen sowie Projektmanagement und Präsentationstechniken. Dieses Know-how setzen sie anschließend in eigenen Projekten in ihren Ausbildungsbetrieben um. Angeboten wird das Programm von der Bergischen IHK gemeinsam mit den Partnern Neue Effizienz gGmbH und NRW.Energy4Climate.
Im Herbst startet die nächste Runde des Energie-Scouts-Programms. Interessierte Unternehmen können sich bereits jetzt bei der Bergischen IHK (Ronja Plantenga, r.plantenga@bergische.ihk.de, T. 0202 2490 310) informieren. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Zahl der Plätze begrenzt.
Der 3. Bergische KI-Summit „Praxistag KI“ am 16. April in Solingen machte deutlich, wie groß das Interesse an Künstlicher Intelligenz im Mittelstand ist. Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen im Gründer- und Technologiezentrum Solingen zusammen, um sich über konkrete Anwendungen und Praxiserfahrungen auszutauschen.
Nach der Begrüßung durch die Bergische IHK, der Gründerschmiede Remscheid, dem Mittelstand Digitalzentrum Zukunftskultur sowie weiteren Partnern aus der Region, gaben Impulsvorträge Einblicke in aktuelle KI-Trends und Herausforderungen der Umsetzung. In Workshops ging es unter anderem um KI in Büro und Verwaltung, Prozessautomatisierung sowie rechtliche Anforderungen und KI-Kompetenzen im Sinne des AI Acts.
Weitere Infos: www.ihk.de/bergische, Dokument: 6757124
Die wegen des Iran-Kriegs von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen kommen bei den bergischen Unternehmen nicht gut an. Fast zwei Drittel der Betriebe gaben bei einer Blitzumfrage der Bergischen IHK an, dass sie das Maßnahmenpaket „eher negativ“ (36 Prozent) oder sogar „sehr negativ“ (27 Prozent) bewerten. Gut 15 Prozent finden es „eher positiv“ und zwei Prozent „sehr positiv“. Auch die Wirksamkeit wird bezweifelt: So erwarten nur zwölf Prozent der Unternehmen, dass die Maßnahmen entlastende Wirkungen für sie haben werden. Dagegen sind 88 Prozent der Meinung, dass dies nicht oder kaum der Fall sein wird. An der Umfrage haben sich über 400 Unternehmen beteiligt. Besonders stark abgelehnt wird die Möglichkeit einer Entlastungsprämie von 1.000 Euro, die Unternehmen Mitarbeitern zahlen können. 37 Prozent sehen das „sehr negativ“ und weitere 28 Prozent finden sie „eher negativ“. Viele Unternehmen betonen, dass sie nicht in der Lage seien, diese Prämie zu zahlen. Die Senkung der Mineralölsteuer um 17 Cent finden 58 Prozent der Unternehmer eher oder sehr schlecht.
Zu ihrem regelmäßigen Austausch mit IHK-Präsident Henner Pasch und IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge kamen Ende März die neu gewählten Vorstände der drei bergischen Wirtschaftsjuniorenkreise aus Wuppertal, Solingen und Remscheid zusammen. Tagungsort war Haus Müngsten im Herzen des Bergischen Städtedreiecks. Im Mittelpunkt standen Themen der bergischen Zusammenarbeit, die alle Beteiligten weiter ausbauen möchten. Perspektivisch soll dabei auch die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSWG) eingebunden und zu einem der nächsten 3-Kreise-Treffen eingeladen werden.
Pasch stellte zudem das RegionalRadar der Bergischen IHK vor, das mithilfe von Daten die wirtschaftliche Situation der drei Städte vergleichbar macht. Die Wirtschaftsjunioren könnten sich hier aktiv einbringen, etwa durch zusätzliche Kategorien oder eine Betrachtung einzelner Kennzahlen.
Darüber hinaus tauschten sich die Kreise über ihre Dialogformate mit der Lokalpolitik sowie den Oberbürgermeistern aus. Einigkeit bestand über die Bedeutung gemeinsamer Aktivitäten der Wirtschafts-junioren mit der Bergischen IHK.
Über die Vermögen folgender Unternehmen wurden Insolvenzverfahren eröffnet:
26.02.2026 Artur Schmidt, Engelshöhe 91, 42329 Wuppertal. Verkauf von Luftbefeuchtern, Online-Marketing auf digitalen Medien, Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Rainer Frölich, Wuppertal
27.02.2026 Daniel Birker, Merscheider Busch 7, 42699 Solingen. An- und Verkauf von Altmetall, Buntmetall, Schrottabholung, Transport von Elektroschrott, Entrümpelung, Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Robin Schmahl, Solingen
04.03.2026 Katibe Nuyan, Auf dem Scheidt 10, 42115 Wuppertal. Telefonische Interviewerin, Unternehmensberatung, Büroservice, Insolvenzverwalterin: Rechtsanwältin Michaela Benninghoven, Wuppertal
04.03.2026 Espresso Perfetto Solingen GmbH, Kölner Str. 99, 42651 Solingen, Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Dr. Dirk Andres, Solingen
17.03.2026 MePa GmbH, Wilbergstr. 11, 42107 Wuppertal. Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Nikolaos Antoniadis, Wuppertal
18.03.2026 coWorld UG (haftungsbeschränkt), Eugenstr. 1a, 42897 Remscheid, Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Prof. Dr. Peter Neu, Remscheid
18.03.2026 Tatiana Cocea, Maurerstr. 3, 42655 Solingen. Automatenaufstellergewerbe, Aufstellen von Geldspielgeräten, Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Axel Kleinschmidt, Düsseldorf
23.03.2026 Felicia Grace Hutmacher, Alsenstr. 5, 42719 Solingen, Verkauf von Online-Produkten, digitale Anleitungen, Leitfäden für Aktivitäten, Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Robert Fliegner, Solingen
24.03.2026 KOC Recycling GmbH, Landwehrstr. 85, 42699 Solingen, Insolvenzverwalter: Christoph Chrobok, Solingen
26.03.2026 Sven Mark Helbing, Simonsstr. 7, 42117 Wuppertal, Allg. Güterkraftverkehr, Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Kai Bartelt, Wuppertal
01.04.2026 Textilwerk Carl Friedrich GmbH & Co. KG, Eschenbeeker Str. 4 – 8, 42109 Wuppertal, Verfahrensbevolmächtigte: Rechtsanwälte Epsilon Rechtsanwälte PartGmbH, Wuppertal
Informationen über gewerbliche und private Insolvenzen in Nordrhein-Westfalen können im Internet abgerufen werden. Das Justizministerium des Landes NRW veröffentlicht unter der Internet-Adresse www.insolvenzenbekanntmachungen.de zeitnah aktuelle Insolvenzverfahren.
Das Seminar „Minimierung der Geschäftsführer-Haftung und Erhaltung des Lebenswerkes“ in der Bergischen IHK ist auf große Resonanz gestoßen. Gut 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich praxisnah über aktuelle Anforderungen an Geschäftsleiter zu informieren. Die Veranstaltung wurde organisiert von der Bergischen IHK. Referent war Jan Höntzsch vom Bundesverband der Sachverständigen für das Versicherungswesen (BVSV e. V.).
Im Fokus stand dabei insbesondere die gesetzliche Verpflichtung zur Krisenfrüherkennung gemäß Gesetz über den Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen für Unternehmen (StaRUG) sowie die zunehmende persönliche Haftung bei fehlender Struktur und Dokumentation. Anhand konkreter Praxisfälle wurde deutlich, dass Risiken im Unternehmensalltag häufig bekannt, jedoch nicht ausreichend systematisch erfasst und gesteuert werden.
Die Veranstaltung setzte auf klaren Praxisbezug: Statt theoretischer Ausführungen erhielten die Teilnehmer konkrete Ansätze zur Verbesserung von Transparenz, Planung und Risikomanagement. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung verständlicher Kennzahlen sowie strukturierter Dokumentation als Grundlage für unternehmerische Entscheidungen.
Das Fazit der Teilnehmer fiel eindeutig aus: Wer frühzeitig handelt, schafft Handlungsspielräume und sichert nachhaltig die Stabilität des eigenen Unternehmens.
Weitere Veranstaltungen sind bereits in Planung. Interessierte Unternehmer können sich gerne melden bei Dr. Andreas Leweringhaus, T. 0202 2490 250, a.leweringhaus@bergische.ihk.de.
Verlängerung der öffentlichen Bestellung und Vereidigung als Sachverständiger
Wuppertal. Die öffentliche Bestellung und Vereidigung des nachstehenden von der Bergischen IHK vereidigten Sachverständigen wurde verlängert: Brandrat a. D. Michael Armbrüster, Solingen, Sachgebiet: Feuerwehrtätigkeiten, insbesondere betriebswirtschaftliche Beurteilung von Feuerwehreinsätzen, bis 16.03.2031.
125 Jahre
Driever und Fülle Johann Pablo Hover e. K., Uellendahler Str. 480, 42109 Wuppertal
50 Jahre
Eulenbach GmbH & Co. KG, Korzerter Str. 50, 42349 Wuppertal
Sandroplast, Sandrock GmbH, Schwesterstr. 15-19, 42285 Wuppertal
Bonk Immobilien GmbH & Co. KG, Parkstr. 29, 42853 Remscheid
25 Jahre
Thomas Meyer GmbH, Enzianweg 67, 42699 Solingen