- Qualifizieren statt abwarten

Im Bergischen Städtedreieck wird Weiterbildung zum entscheidenden Hebel, um Fachkräfte zu sichern und Betriebe zukunftssicher aufzustellen.

Wuppertal, Solingen und Remscheid stehen als Industrieregion vor einem Umbruch, der sowohl Unternehmen als auch Beschäftigte und Bildungsträger fordert: Digitalisierung, demografischer Wandel und veränderte Anforderungen stellen bislang bestehende Kompetenzprofile in Betrieben spürbar in Frage; in Produktion, Verwaltung und Service gleichermaßen. Sich in dieser Lage allein auf die Rekrutierung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fokussieren, bringt die Verantwortlichen schnell an Grenzen. Der Arbeitsmarkt im Bergischen Städtedreieck zeigt, dass Unternehmen nicht einfach auf mehr Bewerbungen warten können. Im Frühjahr und Sommer des vergangenen Jahres meldeten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber weiterhin viele Ausbildungs- und Arbeitsstellen, zeitgleich blieb die Anzahl offener und unbesetzter Stellen hoch. Regionale Berichte verweisen zudem auf einen Rückgang gemeldeter Stellen in Teilen des Städtedreiecks. Auch der Blick auf die bundesweite Lage bestätigt diesen Trend: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag beschrieb 2025 die Schwierigkeiten vieler Betriebe, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden; ein Teil der Unternehmen habe deshalb ihre Ausbildungsangebote reduziert. Für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass sie den Fachkräftebedarf nicht allein über externe Neueinstellungen decken können werden. Sofern sie künftig handlungsfähig bleiben wollen, müssen sie stärker in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten investieren.

Wer zusätzlich auf die Entwicklung der bestehenden Belegschaft setzt und Weiterbildung damit als Hebel nutzt, schafft eine stabilere Basis, um Know-how im Unternehmen zu halten, Fachkräfte zu entwickeln sowie die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern – und sich damit zukunftssicher zu positionieren. Die Region verfügt in diesem Kontext über einen oft unterschätzten Vorteil: etablierte Strukturen, in denen Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Arbeitsmarkt bereits seit Langem produktiv zusammenarbeiten. Die Bergische Industrie- und Handelskammer beispielsweise bietet ein breites Spektrum an Seminaren, Lehrgängen und Zertifikatsformaten, die Unternehmen bei der Qualifizierung ihrer Beschäftigten unterstützen können. Eine sinnvolle Ergänzung können bestehende Kooperationen mit der Bergischen Universität Wuppertal sein, Abstimmungen mit der Stadt Wuppertal sowie gemeinsame regionale Bildungsplanung, die Weiterbildung stärker als gemeinsames Infrastrukturthema behandelt.

Weiterbildung hat demnach ihren Status verändert: von einer Option hin zur betrieblichen Notwendigkeit. Sie hilft unter anderem dabei, Qualifikationen an neue Technik, neue Software, neue Kundenanforderungen und neue Prozesse anzupassen. In einer Region mit vielen mittelständischen Industrieunternehmen ist das essenziell – gerade dort sind Fachkräfte nicht beliebig austauschbar, sondern zeichnen sich oft durch über Jahrzehnte gewachsene Expertise aus. Und auch inhaltlich zeigt sich ein Wandel: bei den Lernformaten selbst. Weiterbildung findet nicht mehr nur im Seminarraum statt, sondern zunehmend hybrid und modular. Die Bergische IHK verbindet etwa mit ihrer „Digitalen Kompetenzwerkstatt“ Webinare, Selbstlernphasen und Simulationen. Das Blended-Learning-Format gilt als flexible Form des berufsbegleitenden Lernens, die sich gut in den Arbeitsalltag integrieren lässt. Für Unternehmen ist das in der Regel attraktiv, weil Weiterbildung so nicht mehr automatisch mit langen Ausfallzeiten verbunden ist. Digitale Lernformen senken die Hürde, Weiterbildung regelmäßig und systematisch einzusetzen, indem beispielsweise Beschäftigte die notwendigen Lernschritte stärker in ihren Alltag integrieren können. Betriebe auf der anderen Seite haben die Chance, Qualifizierung gezielter an den tatsächlichen Bedarf vor Ort koppeln. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen, die nicht über große Personalreserven verfügen, ist das ein wesentlicher Gewinn.

Ein aktuelles Beispiel aus der Region für ein digitales Lernformat ist der Zertifikatslehrgang „KI-Scouts“ der Bergischen IHK. Das Programm richtet sich an Auszubildende und junge Fachkräfte und vermittelt, wie Künstliche Intelligenz im Betrieb praktisch genutzt werden kann. Auf der IHK-Website wird das Angebot als praxisnaher Einstieg in den betrieblichen Einsatz von KI beschrieben. Gerade in einer Industrieregion, in der Prozesse, Logistik, Konstruktion und Qualitätssicherung eng miteinander verbunden sind, kann das ein relevanter Ansatz sein. Indem sich Weiterbildung nicht nur immer öfter digital abspielt, sondern auch kleinteiliger, konkreter und stärker auf unmittelbare Anwendung ausgerichtet ist, wird sie anschlussfähig für Unternehmen, die keine langen Schulungsfenster haben, aber dennoch ihre Fach- und Führungskräfte auf neue Anforderungen vorbereiten müssen. Diese Tatsache macht einen der wesentlichen Unterschiede zwischen klassischen Fortbildungsmodellen und moderner betrieblicher Qualifizierung aus.

Ein weiterer starker Hebel in der Region sind Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. So haben etwa die Bergische IHK und die Bergische Universität Wuppertal ihre Zusammenarbeit 2025 ausgebaut. Ihre öffentliche Kommunikation macht verständlich, dass diese Partnerschaft nicht nur symbolischen Charakter hat, sondern auf Fachkräftesicherung, Innovationsfähigkeit und einen besseren Transfer zwischen Hochschule und Unternehmen abzielt – ein besonders bedeutsamer Fakt für Weiterbildung: Denn viele Kompetenzen entstehen inzwischen an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlichem Know-how und betrieblicher Praxis. Kommen zum Beispiel Studierende früh mit Unternehmen in Kontakt, wandern Forschungsimpulse in die Betriebe oder spielen Unternehmen ihre Fragen in akademische Kontexte zurück, entstehen Lernräume, die weit über klassische Seminare hinausreichen. Das stärkt das einzelne Unternehmen – und auch die gesamte regionale Innovationslandschaft.

Auch die Stadt Wuppertal hat ihre Kooperation mit der Bergischen Universität vertieft. Schwerpunkte sind unter anderem Wirtschaft, Gründungskultur, Nachhaltigkeit und lebenslanges Lernen. Entscheidend für den Weiterbildungswandel: Qualifizierung wird nicht mehr isoliert betrachtet, sondern als Teil eines breiteren Transformationsprozesses, der Standortentwicklung, Bildung und Innovation miteinander verbindet. Hinzu kommt die regionale Bildungskoordination. Das Weiterbildungsportal NRW wiederum beschreibt das Bergische Städtedreieck als Region vernetzter Bildungsräume und verweist auf eine gemeinsame Bildungszielplanung der Arbeitsmarktakteure. Solche Strukturen sind entscheidend, weil sie Weiterbildungsbedarfe systematischer erfassen und passgenaue Angebote ermöglichen. Für Unternehmen bedeutet das: Die Suche nach geeigneten Qualifizierungswegen wird überschaubarer und näher an den realen Anforderungen der Region.

Für Betriebe ist Weiterbildung dann besonders wirkungsvoll, wenn sie nicht als Einzelmaßnahme verstanden wird, sondern als Teil einer langfristigen Personalstrategie. Unternehmen, die Lernpfade planen, Qualifizierung mit internen Entwicklungsmöglichkeiten verbinden und moderne Formate nutzen, reagieren nicht nur auf Engpässe. Sie schaffen zugleich Loyalität, Perspektiven und Bindung. Gerade in Zeiten knapper Arbeitskräfte-Ressourcen kann das ein erheblicher Wettbewerbsvorteil sein. In der Praxis ist das häufig einfacher, als es zunächst klingt. Nicht jede Weiterbildung muss eine große Maßnahme über mehrere Monate sein. Oft reichen modulare Angebote, digitale Lernbausteine oder zertifizierte Kurzformate, um bestimmte Fähigkeiten gezielt auszubauen. Die Bergische IHK schafft mit ihren Seminaren und Lehrgängen einen Rahmen, in dem Unternehmen solche Schritte organisieren können. Ein zusätzlicher Gewinn liegt im Wissenstransfer: Weiterbildung hilft dabei, dass einzelne Beschäftigte neue Fähigkeiten erwerben – und dabei, neue Erkenntnisse im Unternehmen zu verankern, statt sie extern einzukaufen. Gerade in hoch spezialisierten Betrieben kann das ein entscheidender Vorteil sein. Werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter systematisch qualifiziert, entsteht wertvolle interne Expertise, die sich auf weitere Teams und Prozesse übertragen lässt.

Was diese Entwicklungen evident machen: Im Bergischen Städtedreieck ist Weiterbildung längst mehr als ein Instrument der Personalentwicklung. Sie ist zu einer zentralen Antwort auf strukturelle Veränderungen geworden. Ob Digitalisierung, Fachkräftemangel oder technologischer Wandel: Unternehmen, die ihre Belegschaft systematisch weiterentwickeln, sichern nicht nur ihre eigene Zukunft, sondern stärken auch die Region. Die Angebote und Kooperationen belegen, dass die Grundlagen vorhanden sind. Jetzt kommt es darauf an, darauf konsequent aufzubauen.

Die digitale Transformation verändert Geschäftsmodelle, Arbeitsabläufe und Zusammenarbeit. Für Unternehmen bedeutet das: Prozesse sollten effizienter und Schnittstellen intelligenter werden – und Mitarbeitende gezielt qualifiziert.

Dort setzt die TAW Wuppertal an. Mit Weiterbildungen zu Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und digitalen Managementmethoden unterstützt die TAW Berufstätige und Firmen dabei, den digitalen Wandel aktiv zu gestalten. Kompetent, effektiv und zukunftssicher.

Eine Weiterbildung im Bereich Digitalisierung vermittelt Kompetenzen, die heute gefragt sind: digitale Prozesse verstehen, neue Technologien einsetzen und Veränderungen professionell be-gleiten. Die TAW verbindet Fachwissen mit Praxisbeispielen. Teilnehmende lernen, wie digitale Tools Abläufe beschleunigen, Projekte strukturiert und Innovationspotenziale direkt im Ar-beitsalltag nutzbar gemacht werden können.

Kleine und mittlere Unternehmen stehen vor der Herausforderung, analoge Abläufe in digitale Systeme wie ERP, CRM oder DMS zu überführen. Die TAW-Weiterbildungen bieten Orientierung: von der Potenzialanalyse über Quick-Wins bis zu strategischen Hebeln. Dozent:innen mit Praxis aus dem Job vermitteln direkt anwendbares Wissen.

Ob Grundlagen oder Spezialisierung, Seminar oder Zertifikatslehrgang: Die TAW bietet Formate für unterschiedliche Zielgruppen und Anforderungen. Auch Themen wie KI in der Anwendung, digitale Managementmethoden und die digitale Optimierung von Geschäftsprozessen gehören zum Angebot. Damit unterstützt die Akademie Unternehmen dabei, die digitale Kompetenz ihrer Mitarbeitenden gezielt auszubauen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Die TAW hat ihren Hauptsitz im Zooviertel Wuppertal (Hubertusallee 18). Die Lage ist zentral: Verkehrsanbindung über A1/A46, S-Bahn, Schwebebahn und kostenlose Parkplätze direkt vor Ort. Kurze Wege zu regionalen Firmen, enge IHK-Kooperation und die Nähe zur Bergischen Uni-versität schaffen ideale Rahmenbedingungen. Die TAW verbindet akademische Qualität mit betrieblicher Praxis: Präsenzseminare, Online-Formate oder Hybrid-Modelle – flexibel und regi-onal verwurzelt.

Förderung und Flexibilität

Mit Bildungsscheck NRW, Bildungszeit und IHK-Zertifikaten wird die Qualifizierung finanzierbar. Ob kompakte Seminare, mehrtägige Lehrgänge oder Inhouse-Lösungen – die TAW bietet pas-sende Formate. Über 1000 Veranstaltungen jährlich stehen für Kompetenz und Erfahrung.

Als etablierter Weiterbildungsanbieter mit praxisnahen Formaten und enger Verbindung zur regionalen Wirtschaft ist die TAW ein verlässlicher Partner für berufliche Qualifizierung. Wer Digitalisierung als Chance begreift, findet hier die passende Weiterbildung für den nächsten Entwicklungsschritt.

Machen Sie sich und Ihr Unternehmen fit für die digitale Zukunft – mit Weiterbildung, die Wis-sen vermittelt, Veränderung ermöglicht und konkrete Wirkung entfaltet.

Lokal vernetzt und praxisnah: So unterstützt WBS TRAINING bei der regionalen Fachkräftesicherung.

Qualifizierte Fachkräfte sind gefragt – mehr denn je. Die fortschreitende Digitalisierung verändert Arbeitsprozesse und stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Sie suchen passende Mitarbeitende mit aktuellem Know-how? Wir unterstützen dabei. Mit über 40 Jahren Erfahrung qualifizieren wir Menschen gezielt für den Arbeitsmarkt von morgen und bringen sie mit Unternehmen zusammen.

An den Standorten von WBS TRAINING im Bergischen Land bereiten sich regelmäßig rund 100 Teilnehmende in praxisnahen Umschulungen auf ihren nächsten Karriereschritt vor – zum Beispiel in den Bereichen IT, Büro, Gesundheitswesen, Logistik und Spedition oder Mediengestaltung.

Das Besondere: Während des sechsmonatigen Praktikums lernen Unternehmen potenzielle neue Mitarbeitende frühzeitig kennen. Unsere Umschüler:innen sind motiviert, bringen oft bereits Berufserfahrung mit und können schnell im Arbeitsalltag unterstützen.

Als aktives Mitglied der Quallianz e. V. setzt WBS TRAINING auf starke Bildungsangebote aus der Region. Bei zahlreichen regionalen Veranstaltungen über die Netzwerke Wuppertal aktiv und das Bergische Fachkräftebündnis kommen Interessent:innen und Expert:innen ins Gespräch und vernetzen sich.

Sie möchten potenzielle Praktikant:innen kennenlernen? Das Team von WBS TRAINING freut sich auf Ihre Anfrage.

Das BZI bietet eine neue Basisschulung für den sicheren Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Unternehmen.

An Künstlicher Intelligenz als Zukunftsthema kommt kein Wirtschaftsunternehmen mehr vorbei. Unter anderem trägt KI dazu bei, Prozesse schneller und effizienter zu gestalten, große Datenmengen zu analysieren und damit letztendlich auch Kosten zu senken. Ergo: In einer zunehmend digitalen und wettbewerbsorientierten Welt wird der Einsatz von Künstlicher Intelligenz immer mehr zum Erfolgsfaktor. „Allerdings kommt bei der Implementierung und Anwendung von KI den eigenen Mitarbeitenden eine entscheidende Bedeutung zu. Sie müssen die Technologien nicht nur bedienen, sondern auch kritisch bewerten und sinnvoll in bestehende Arbeitsprozesse integrieren. Ihre Akzeptanz, ihr Verständnis und ihre Bereitschaft zur Weiterbildung entscheiden maßgeblich darüber, ob KI ihr volles Potenzial im Unternehmen entfalten kann“, sagt Alexander Lampe, Geschäftsführer des BZI-Kompetenzcampus Technik und Wirtschaft Bergisches Land.

So spielt KI im Aus- und Weiterbildungsprogramm des BZI eine zunehmend gewichtige Rolle. Neben dem KI-Scout, der sich als Zertifikatslehrgang vornehmlich an Auszubildende richtet, schafft die neue „KI-Kompetenz Basisschulung“ wichtige Grundlagen zur Verwendung von KI im Unternehmen. In der Online-Schulung werden in 90 Minuten die Grundlagen für einen bewussten und sicheren Umgang mit aktuellen KI-Tools gelegt. Wichtig dabei: Mit dem seit Februar 2025 geltenden EU AI Act rückt das Thema KI-Kompetenz noch stärker in den Fokus. Unternehmen, die KI bereits nutzen oder ihren Einsatz planen, sollten ihre Mitarbeitenden daher nicht unvorbereitet lassen.

Die BZI-Schulung richtet sich an Einsteiger, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Vermittelt werden ein verständlicher Überblick über KI, die Einordnung von Chancen und Risiken sowie eine praktische Orientierung für den beruflichen Einsatz. Auch Teilnehmende mit ersten Erfahrungen profitieren davon, ihr Grundwissen klarer einzuordnen und Hintergrundwissen zu erlangen. Das BZI setzt dabei auf anwendbare Inhalte mit dem Ziel, KI im Arbeitskontext bewusster, sicherer und nachvollziehbarer zu nutzen.

Der erste Termin findet am 5. Mai 2026 um 14 Uhr statt, weitere Termine in Präsenz folgen. Nähere Infos gibt es auf www.bzi-rs.de.

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