Rechenzentrum, Cloud und Internet - Digitale Souveränität

Es ist die Nähe zu Kunden, die den Erfolg von Tal.de ausmacht. Denn bei aller Internationalität ist das Unternehmen für die regionale Verbundenheit bekannt.

„Wir stellen resiliente und sichere IT zur Verfügung. Und das geht nur mit Überzeugung und Leidenschaft.“ Olivier Görts ist Geschäftsführer von Tal.de in Wuppertal und arbeitet besonders gern für Projekte im Bergischen. Hier gibt es keine anonyme Cloud, sondern „echte“ Menschen.

Vor einigen Jahren wurde der Grundstein gelegt: Thomas Riedel übernahm das Unternehmen KDT, Klaus Datentechnik (Tal.de), das damals als Internet-Pionier galt. Die Riedel Gruppe hatte bereits ein Rechenzentrum gebaut. Auch Tal.de betrieb ein Rechenzentrum und wurde im Jahr 2022 Teil der Riedel Gruppe. Das Firmengelände wird heute geteilt; Tal.de kann auf einer Fläche von rund 1.500 Quadratmetern ausgefeilte IT-Strukturen mit verschiedenen Services anbieten. Gleichzeitig verbindet die eigene Internethauptleitung, Backbone, Wuppertal mit den größten deutschen Internet-Knoten in Düsseldorf und Frankfurt.

„Ich bin ein ‚Wuppertaler Jung‘ und mit Riedel eng verbunden; dort hatte ich eine langjährige Rolle im Vertrieb“, erzählt Olivier Görts. Tal.de galt als neue Herausforderung, und gerade die Kombination aus internationalem Geschäft und regionaler Nähe macht für ihn den Reiz aus. „Jeder braucht IT. Alles baut auf einer stabilen IT-Infrastruktur auf. Unternehmen werden immer feinfühliger für die eigenen Daten. Wer seine IT, Hardware und Daten auslagert, will wissen, wo sie sich befinden, und ob die Sicherheit gewährleistet ist. ,Mister Google´ oder die Cloud kann ich eben nicht mal eben anrufen. Bei uns sind echte Menschen rund um die Uhr erreichbar.“

Diese digitale Souveränität garantiert Tal.de mit einer redundanten Stromversorgung und Klimatisierung. Der Strombedarf ist teilweise sehr hoch und erzeugt eine entsprechend große Abwärme; hier wird das Verfahren der Wasserkühlung genutzt. Außerdem läuft Tal.de auf Grünstrom und hat eine PV-Anlage, denn Energieeffizienz ist wichtig.

Bei einem Stromausfall sorgt ein Notstromaggregat für durchgängige Stromzufuhr. Eingerichtet ist auch ein Brandfrüherkennungssystem mit automatischer Gaslöschanlage. Und auch das ist wichtig: Alle Bereiche werden videoüberwacht, überall gibt es eine Zutrittskontrolle. Insgesamt besteht Tal.de aus einem Team mit 20 Mitarbeitenden. Sie sorgen dafür, dass die IT-Systeme konstant laufen, aber auch zugänglich bleiben, denn das Rechenzentrum ist begehbar. Sie beraten die über 1.300 Kunden, wenn es um die Einrichtung, Konfiguration und Wartung der IT-Systeme geht. Tal.de entwickelt Projekte und kann flexibel auf die Bedürfnisse eingehen.

Außer dem Bereich der Datensicherung geht es bei Tal.de um den Cloud-Service; auch hier wird der individuelle Bedarf ermittelt. Wenn Mitarbeitende von überall auf die Daten zugreifen und arbeiten können, ist das für ein Unternehmen ein großes Plus.

Das Rechenzentrum und Cloud Computing sind zwei Bereiche; daneben sorgt Tal.de für Internetanschlüsse und den Glasfaserausbau – zum Beispiel in Neubaugebieten. Die Firma bietet Internet-Access-Produkte, damit Privatpersonen, aber auch Unternehmen schnell und sicher im Internet unterwegs sein können.

Ein konkretes Beispiel ist die Zusammenarbeit mit der Stadt Wuppertal und den Wuppertaler Stadtwerken: Tal.de versorgt unter anderem mehr als 100 Schulen mit einem 1G-Internetzugang, Linienbusse wurden mit Wlan ausgestattet. Und aktuell erhält das Von der Heydt-Museum Wlan.

Einen weiteren wichtigen Bereich deckt der Ausbildungsbetrieb Tal.de ab – EvoCount: Diese Besucherzählung wird bei Großveranstaltungen, Messen oder im Zoo Wuppertal eingesetzt. Die Daten werden analysiert, um Besucherströme, Hotspots und sicherheitsrelevante Bereiche frühzeitig zu erkennen.

Text: Eva Rüther

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