Fachkräftesicherung - Ausbildung? Gute Entscheidung!
NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann startet seine Ausbildungstour im Bergischen Städtedreieck – und trifft junge Menschen in Industrie, Gastronomie, Pflege und Handwerk.
Vier Betriebe, vier Arbeitswelten und eine gemeinsame Botschaft: Berufliche Ausbildung ist einer der wichtigsten Wege, um Fachkräfte zu sichern und jungen Menschen verlässliche Perspektiven zu eröffnen. Zum Auftakt seiner landesweiten Ausbildungstour besuchte NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann am 10. August Unternehmen in Solingen, Remscheid und Wuppertal. Im Mittelpunkt standen nicht Programme und Statistiken, sondern die Auszubildenden selbst: Sie zeigten ihre Arbeitsplätze, berichteten von ihrer Berufswahl und sprachen darüber, was gute Ausbildung heute ausmacht. Organisiert wurde der Auftakt von der Regionalagentur Bergisches Städtedreieck gemeinsam mit der Bergischen IHK für Wuppertal, Solingen und Remscheid. Die Tour führte zu vier Betrieben, die beispielhaft für die Bandbreite der regionalen Ausbildungslandschaft stehen.
Bei der BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG in Solingen begann der Tag in der Industrie. Das Unternehmen beschäftigt rund 800 Mitarbeitende und hat seit 1999 mehr als 250 junge Menschen erfolgreich ausgebildet. Aktuell absolvieren dort zwölf Nachwuchskräfte eine technische oder kaufmännische Ausbildung. Im Restaurant Schützenhaus in Remscheid wurde deutlich, wie vielfältig Ausbildung in der Gastronomie sein kann. Mehr als 280 Auszubildende hat der Betrieb bereits bis zur Prüfung begleitet; derzeit lernen dort fünf junge Menschen unter anderem in Küche, Gastronomie sowie Restaurant- und Veranstaltungsgastronomie. Dritte Station war das Sana-Klinikum Remscheid, einer der größten Ausbildungsbetriebe der Region im Pflegebereich. 135 angehende Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner werden dort aktuell qualifiziert. Ein zusätzlicher Blick galt dem KI-Mobil: Das Angebot „AzubiTrain – Deine Zukunft mit KI“ vermittelt Auszubildenden und Ausbildungspersonal Grundlagen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz und steht ab September landesweit kostenlos zur Verfügung. Zum Abschluss ging es zur Zimmerei Gebrüder Merten in Wuppertal. Der Betrieb blickt auf mehr als 100 Jahre Handwerkstradition zurück. Zwei Auszubildende erlernen dort aktuell den Zimmererberuf; zwei weitere haben ihre Ausbildung in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossen.
Laumann zog nach dem ersten Tourtag ein positives Fazit: Er habe im Bergischen Städtedreieck „tolle Beispiele für die berufliche Ausbildung, engagierte junge Menschen und Unternehmen“ kennengelernt. Zugleich appellierte er an Jugendliche, ihre Suche nicht zu früh aufzugeben: Auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart am 1. August gebe es in zahlreichen Branchen noch freie Plätze. Der Besuch im Bergischen Städtedreieck war der erste von sechs regionalen Stopps. Insgesamt führt die Ausbildungstour den Minister in diesem Sommer zu 25 Ausbildungsbetrieben in Nordrhein-Westfalen. Sie ist Teil der Fachkräfteoffensive NRW und wird vom Arbeitsministerium gemeinsam mit den Regionalagenturen und den regionalen Ausbildungskonsensen umgesetzt.
Text: Janina Zogass
In der neuen Folge von „VBU to GO!“ spricht Stephan A. Vogelskamp über die Lage der bergischen Industrie – und darüber, was die Region jetzt braucht.
Wie steht es um die Industrie im Bergischen Land? Welche Antworten gibt es auf Digitalisierung, Fachkräftemangel und die Transformation der Automobilindustrie? Darüber spricht Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, in der neuen Folge von „VBU to GO! – der Podcast für Arbeitgeber“ mit Michael Schwunk, Geschäftsführer und Sprecher der Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände e. V. (VBU).
Im Gespräch geht es nicht nur um die aktuelle wirtschaftliche Lage, sondern vor allem um Handlungsoptionen: um Innovation, belastbare Netzwerke und eine engere Zusammenarbeit in der Region. Weitere Themen sind die Fortführung des Transformationsprojekts „Traiber.NRW“ und die neue Bergische Unternehmerlounge in Solingen als Ort für Austausch und neue Impulse.
Die Folge ist seit dem 14. August 2026 abrufbar. Mehr zum Podcast unter: www.vbu-net.de/vbu-to-go-der-podcast-fuer-arbeitgeber-ist-die-neue-podcastreihe-der-vbu/
Der BLTM begleitet Gastgeberinnen und Gastgeber im Bergischen Städtedreieck ab sofort selbst durch die Klassifizierung ihrer Ferienunterkünfte.
Der Bergisches Land Tourismus Marketing e. V. (BLTM) baut sein Qualitätsmanagement weiter aus: Laura Luisa Frowein hat die Qualifizierung zur DTV-zertifizierten Prüferin für Ferienunterkünfte erfolgreich abgeschlossen. Damit ist der BLTM offizieller Lizenznehmer des Deutschen Tourismusverbandes und kann Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Ferienzimmer in Wuppertal, Solingen und Remscheid direkt vor Ort prüfen und klassifizieren.
Die DTV-Klassifizierung bewertet Ferienunterkünfte nach bundesweit einheitlichen Kriterien. Berücksichtigt werden unter anderem Ausstattung, Service, Infrastruktur und weitere Qualitätsmerkmale. Je nach Ergebnis werden ein bis fünf Sterne vergeben; die Auszeichnung ist drei Jahre gültig. Für Gäste schafft das verlässliche Orientierung. Gastgebende erhalten ein anerkanntes Qualitätssiegel, stärken das Vertrauen in ihr Angebot und bekommen zugleich Hinweise zur Weiterentwicklung.
Anne Gebuhr, Geschäftsführerin des BLTM: „Gute Qualität soll auch erkennbar sein. Mit der DTV-Klassifizierung schaffen wir Orientierung für Gäste und unterstützen Gastgeber dabei, ihre Unterkünfte noch besser am Markt zu positionieren. Das ist ein Gewinn für den Tourismus im Bergischen Städtedreieck.“
Als Ansprechpartner begleitet der BLTM interessierte Beherbergungsbetriebe von der ersten Beratung bis zur Auszeichnung.
Weitere Informationen: www.bergisch-mal-drei.de